Sind Frauen untereinander wirklich immer die besseren Unterstützerinnen?

Als mein Mann und ich unsere Familie gründeten und unsere Kinder kamen, waren wir schon einige Jahre gemeinsam selbstständig.
Für uns war klar: Wir möchten beide weiterarbeiten. Wir möchten beide unsere Unternehmen weiterentwickeln. Und wir möchten beide Familie leben.
Was ich damals nicht erwartet hatte:
Den größten Widerstand bekam ich nicht von Männern.Sondern von anderen Frauen.
Von Frauen, die unsere Betreuungslösung kritisch kommentierten. Von Frauen, die frühe Fremdbetreuung ablehnten. Von Frauen, die mir indirekt oder sehr direkt das Gefühl gaben:
„So macht das eine gute Mutter nicht.“
Das hat mich getroffen.
Nicht, weil ich unsicher war, ob ich meine Kinder liebe. Sondern, weil ich gespürt habe, wie schnell Mütter bewertet werden.
Bleibt eine Frau zu Hause, heißt es: „Warum nutzt sie ihr Potenzial nicht?“
Arbeitet sie weiter, heißt es: „Warum bekommt sie dann Kinder?“
Gibt sie ihr Kind früh in Betreuung, heißt es: „Das ist doch viel zu früh.“
Bleibt sie lange zu Hause, heißt es: „Ob sie jemals wieder richtig reinkommt?“
Es scheint manchmal egal zu sein, wie man es macht. Irgendjemand findet immer einen Grund, es falsch zu finden.
Heute denke ich:
Familien brauchen weniger Bewertung. Und mehr ehrliche Fragen.
Was braucht dieses Kind? Was brauchen diese Eltern? Was braucht dieses Familiensystem, damit es stabil bleibt?
Denn gute Elternschaft zeigt sich nicht daran, ob sie in das Lebensmodell anderer passt.
Sie zeigt sich an Beziehung. An Verantwortung. An Liebe. An Verlässlichkeit. Und daran, dass Eltern einen Weg finden, der zu ihrer Familie passt.
Vielleicht wäre echte Unterstützung unter Frauen nicht, dass alle dasselbe Modell leben. Sondern dass wir aufhören, einander für unterschiedliche Wege abzuwerten.
Was hast Du erlebt?
Wurdet ihr für eure Familienentscheidungen schon einmal von anderen Eltern bewertet?





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